Uran - ein Überblick
Ein bedeutender Anteil der weltweiten Uranreserven lagert im kanadischen Saskatchewan. Die Uranvorkommen in Saskatchewan sind äußerst ergiebig, enthalten hochwertiges Erz und können unter international vergleichsweise geringen Produktionskosten abgebaut werden. Die Uranreserven in Saskatchewan reichen bei Beibehaltung der jetzigen Förderrate noch für mindestens 40 Jahre.
Uran wurde in Saskatchewan in zwei größeren Gebieten abgebaut. Entdeckt und erschlossen wurden die Uranvorkommen zunächst im Beaver-Lodge-District am Nordufer des Athabascasees. Gold- und Kupfersucher waren die ersten, die die Uranvererzung in den 1930er Jahren bemerkten. 1944 zeichnete sich bereits die große Bedeutung von Uran ab, daraufhin entstand schon bald in Folge der umfangreichen Prospektionen in Beaver Lodge das Uranium City Mining Camp. Später, in den 1950er Jahren, wurden auf dem Uranium City-Gebiet 16 Erzkörper erschlossen und drei verschiedene Mühlanlagen errichtet. Abgebaut wurde das Erz dort bis 1982.
Der Uranabbau aus den hochwertigen Erzvorkommen des Athabasca-Beckens begann 1975 in Rabbit Lake. Das konzentrierteste Uranvorkommen der Welt liegt an der Basis der Sandstein-Sequenz des Athabasca-Beckens, nahe der Erosionsdiskordanz mit dem tiefer liegenden kristallinen Gestein. Das Uranerz tritt dort vor allem als Uraninit auf, einem rußig-schwarzen Mineral. Es wird in Saskatchewan sowohl durch Tief- als auch Tagebau gewonnen. Zunächst wird das Erz zerkleinert und gemahlen, um das enthaltene Uran herauszulösen. Das auch als Yellowcake bekannte Zwischenprodukt U3O8 wird aus der Provinz ausgeführt und dient später der Konversion, der Anreicherung und der Herstellung von Brennstoff für Reaktoren.
Derzeit sind in der Provinz drei Uranminen aktiv: Eagle Point, McArthur River und McClean Lake. Saskatchewan ist die momentan größte Uranabbauregion der Welt und steuert 30 Prozent der weltweiten Uranabbaumenge bei. Das Uran wird von den Abbauunternehmen an Kraftwerke in Kanada, den USA, Europa und Fernost verkauft. Man geht davon aus, dass der Uranabbau in Saskatchewan aufgrund seiner ergiebigen, kostengünstig abbaubaren und hochwertigen Uranreserven noch lange wettbewerbsfähig bleiben wird.
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